Schweißdoku für Nutzfahrzeug-Zulieferer im Lieferantenaudit
Wer geschweißte Baugruppen an Fahrzeug- oder Aufbauhersteller liefert — Konsolen, Halter, Rahmenteile, Tanks —, kann im Lieferantenaudit nach seiner Nachweisakte gefragt werden. Welche Unterlagen verlangt werden, steht im Lastenheft des Kunden.
Was im Lieferantenaudit gefragt werden kann
Ein Audit kann bei einer einzelnen Naht ansetzen: Welche Schweißanweisung galt, welche Verfahrensprüfung trägt sie, wer hat geschweißt, und war dessen Prüfung an diesem Tag bestätigt? Dazu kommen die Benennung der Schweißaufsicht und die Werkstoffzeugnisse.
ISO 3834 als gemeinsame Sprache
Kunden können auf ISO 3834 verweisen. Die Reihe ordnet den Schweißprozess unabhängig vom Produkt; ISO 3834-2 trägt die umfassenden, ISO 3834-3 die Standard-Anforderungen. Ob ein Betrieb zertifiziert wird, entscheidet die Zertifizierungsstelle.
Serien und Fristen
In laufender Serienlieferung ist die Frist der Schweißerprüfung die wiederkehrende Last: Bestätigung alle sechs Monate nach EN ISO 9606-1:2017 Abschnitt 9.2, dazu der gewählte Weg zur Verlängerung nach Abschnitt 9.3.
Wo die Software ansetzt
Die Software führt Schweißanweisungen nach ISO 15609-1 aus dem geführten Formular, Verfahrensprüfungen nach ISO 15614-1 mit Geltungsbereich und Schweißerprüfungen nach ISO 9606-1 mit der Bestätigung alle sechs Monate. Der Deckungscheck vergleicht WPS, Verfahrensprüfung und Schweißerprüfung; je Auftrag lassen sich die Unterlagen als ZIP-Paket zusammenstellen. Schweißaufsichtspersonen werden mit ihren Qualifikationsnachweisen im Register geführt, Werkstoffzeugnisse nach EN 10204 dem Werkstoff zugeordnet.
Dieser Text ist eine Einordnung, kein Normzitat und keine Rechtsberatung. Die verbindliche Fassung steht in der Norm.
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