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Fahrzeugbau Schweißdoku Software

Schweißanweisungen, Verfahrensprüfungen und Schweißerprüfungen für Aufbauten-, Anhänger- und Nutzfahrzeugbau digital führen — mit Pflichtangaben, die vor der Freigabe geprüft werden, sichtbarer Deckung und Fristen, die nicht in einer Excel-Liste stehen.

FahrzeugNorm läuft auf SchweissDoku.

Vier Säulen der Nachweisführung

Erzeugt statt getippt
Schweißanweisungen (WPS) nach ISO 15609-1:2019 entstehen im geführten Formular aus Werkstoffgruppen-, Zusatzwerkstoff- und Gaskatalog — statt in einer Word-Vorlage, die von Auftrag zu Auftrag weitergereicht wird.
Geprüft statt behauptet
Vor der Freigabe einer WPS wird geprüft, ob die Pflichtangaben vollständig sind; welche Felder verlangt werden, hängt von Prozess und Nahtart ab. Als Entwurf lässt sich eine WPS auch unvollständig speichern. Der Deckungscheck vergleicht zusätzlich WPS, Verfahrensprüfung und Schweißerprüfung miteinander.
Aktuell gehalten
Schweißerprüfungen nach EN ISO 9606-1:2017 führen die Bestätigung alle sechs Monate (Abschnitt 9.2) und den gewählten Weg zur Verlängerung nach Abschnitt 9.3 — a, b oder c; die Verlängerung selbst nimmt ein Prüfer oder eine Prüfstelle vor. Prüfmittel führen ihre Kalibriertermine, Schweißaufsichtspersonen die Gültigkeit ihrer Qualifikationsnachweise.
Griffbereit und abgabefertig
WPS und WPQR lassen sich als PDF ziehen, zur Schweißerprüfung der Bestätigungs- und der Verlängerungsnachweis; je Auftrag lassen sich die zugehörigen Unterlagen als ZIP-Paket zusammenstellen — für den Termin, an dem ein Kunde oder eine Zertifizierungsstelle die Akte sehen will.

Der Termin, für den man dokumentiert

Kommt der Lieferantenauditor eines Fahrzeugherstellers oder die Zertifizierungsstelle, wird nicht nach einer Software gefragt, sondern nach der Akte: Welche Schweißanweisung galt für diese Naht, welche Verfahrensprüfung trägt sie, welcher Schweißer hat sie ausgeführt, und war dessen Prüfbescheinigung an dem Tag noch bestätigt.

Diese vier Fragen sind der ganze Grund, warum Nachweise geführt werden. Die Software hält sie beieinander und macht die Lücke sichtbar, bevor jemand danach fragt.

Über Zertifizierung, Prüfumfang und Freigabe entscheidet die zuständige Stelle. Was die Software leistet, ist die Nachweislage — geführt, vor der Freigabe auf Pflichtangaben geprüft und abrufbar.

  • Welche WPS gilt — mit Werkstoff, Prozess, Position und Abmessungsbereich
  • Welche Verfahrensprüfung sie trägt — mit Geltungsbereich
  • Welcher Schweißer sie ausführen darf — Deckungscheck statt Bauchgefühl
  • Ob die Prüfbescheinigung bestätigt ist — 6-Monats-Takt nach EN ISO 9606-1:2017 Abschnitt 9.2
  • Welcher Weg zur Verlängerung gewählt wurde — Abschnitt 9.3 a, b oder c, verlängert durch Prüfer oder Prüfstelle
  • Wer als Schweißaufsicht benannt ist — mit Qualifikationsnachweis und dessen Gültigkeit
  • Welches Werkstoffzeugnis nach EN 10204 zum verbauten Material gehört
  • Und die Akte zum Auftrag als ZIP-Paket

Funktionen im Überblick

Schweißanweisungen (WPS) nach ISO 15609-1
Geführtes Formular mit Werkstoffgruppen-Katalog nach ISO 15608:2025, Zusatzwerkstoffen und Schutzgasen. Auswählbar sind die Lichtbogen-Prozesse 111, 121, 131, 135, 136, 138 und 141. Für 131, 135, 136, 138 und 141 schlägt das Formular Schutzgas und Gaszusammensetzung zur Übernahme vor, für 131 und 135 auch die Lichtbogenart; die Polarität übernimmt es aus der zugeordneten WPQR. Ausgabe als WPS-PDF.
Pflichtangaben vor der Freigabe geprüft
Welche Felder eine WPS braucht, hängt von Prozess und Nahtart ab — Wurzelschutz, Impulsparameter oder Wärmenachbehandlung werden nur dort verlangt, wo sie anfallen. Beim Freigeben sagt das Formular, welche Angabe fehlt; als Entwurf bleibt eine WPS auch unvollständig gespeichert.
Verfahrensprüfungen (WPQR) nach ISO 15614-1
Verfahrensprüfungen nach ISO 15614-1:2017+A1:2019 mit ihrem Geltungsbereich anlegen und den Bezug zur WPS halten. Vorhandene WPQR-Berichte — auch die eines externen Prüfinstituts — lassen sich erfassen und zuordnen.
Deckungscheck WPS ↔ WPQR ↔ Schweißer
Der Deckungscheck vergleicht Schweißprozess, Werkstoffgruppe, Blechdickenbereich, Position und Nahtart und zeigt, welche Kombination von einer Prüfung getragen wird und welche nicht. Eine Achse, die sich nicht bewerten lässt, wird als ungeprüft benannt statt stillschweigend als in Ordnung gezählt.
Schweißerprüfungen nach ISO 9606-1 mit Fristen
Prüfbescheinigungen je Schweißer mit Geltungsbereich und der Bestätigung alle sechs Monate nach EN ISO 9606-1:2017 Abschnitt 9.2. Für die Verlängerung kennt die Norm in Abschnitt 9.3 drei Wege — Wiederholungsprüfung, Verlängerung über geprüfte Arbeitsproben oder Fortgeltung unter einem verifizierten Qualitätssystem nach ISO 3834-2 oder -3, solange die Bestätigung nach 9.2 vorliegt und die in 9.3 c) genannten Bedingungen erfüllt bleiben. Die Verlängerung nimmt ein Prüfer oder eine Prüfstelle vor; die Übersicht führt den Weg, der je Bescheinigung gewählt wurde — gerade bei Wechseln in der Mannschaft. Schweißerprüfungen für Aluminium nach ISO 9606-2 lassen sich derzeit nicht anlegen.
Schweißaufsicht nach ISO 14731 im Register
Schweißaufsichtspersonen mit ihren Qualifikationsnachweisen und deren Gültigkeit führen; die Benennung wird als Schreiben mit ihrem Stand geführt. Welche Aufgaben ein Betrieb der Schweißaufsicht überträgt, legt er selbst fest — ISO 14731:2019 beschreibt sie, die Software hält Personen, Nachweise und Benennung beieinander.
Werkstoffzeugnisse nach EN 10204
Prüfbescheinigungen zu Blechen, Profilen und Rohren ablegen und dem Werkstoff zuordnen — mit der Art der Bescheinigung, wie sie der Lieferant ausgestellt hat. Zwischen den Arten wird keine Rangfolge angenommen; maßgeblich ist, was bestellt und geliefert wurde.
Nachweispaket je Auftrag
Zu einem Auftrag lassen sich die zugehörigen Unterlagen als ZIP-Paket zusammenstellen und herunterladen — statt sie aus Projektordner, Personalordner und Mail-Postfach zusammenzusuchen.
Zusatzwerkstoffe im Bestand
Schweißzusätze mit Bezeichnung und Bezug zur WPS führen, statt sie je Anweisung neu abzutippen.
Prüfmittel mit Kalibrierfristen
Prüf- und Messmittel mit letzter und nächster Kalibrierung führen, dazu Geräteklassen, Wartung und DGUV-V3-Nachweise — damit die Frist auffällt, bevor sie abläuft.
Mehrere Nutzer, ein Datenstand
Schweißaufsicht, Fertigung und Qualitätswesen arbeiten im selben Bestand. Die Nutzeranzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt.

Häufige Fragen

Was macht die Software im Fahrzeugbau anders als eine allgemeine Schweißdoku?
Fachlich nichts anderes — und das ist der Punkt. Die Nachweise, die ein Aufbautenhersteller führt, stehen in denselben ISO-Reihen wie überall im Stahl- und Metallbau: ISO 15609-1 für die Schweißanweisung, ISO 15614-1 für die Verfahrensprüfung, ISO 9606-1 für den Schweißer, ISO 14731 für die Schweißaufsicht. Der Fahrzeugbau-Bezug liegt in der Zielgruppe, nicht in einer Sonderlogik.
Lassen sich vorhandene Schweißanweisungen übernehmen?
Ja. Bestehende WPS können angelegt und mit ihrer Verfahrensprüfung verknüpft werden; vorhandene WPQR-Berichte — auch die eines externen Prüfinstituts — lassen sich erfassen und zuordnen.
Wer arbeitet mit der Software?
In der Regel die Schweißaufsicht, unterstützt von Qualitätswesen und Fertigung. Die Nutzerzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt, damit die Zuständigen im selben Datenstand arbeiten.
Deckt die Software Schienenfahrzeuge nach EN 15085 ab?
Nein. EN 15085 ist ein eigenes Regelwerk, das diese Site bewusst nicht behandelt. Dafür gibt es en15085-software.de. Hier geht es um Straßen- und Sonderfahrzeugbau auf dem Boden von ISO 3834.
Legt die Software fest, welche Nachweise ein Kunde verlangt?
Nein. Was ein Auftraggeber verlangt, steht in seinem Lastenheft, und über Prüfumfang und Freigabe entscheidet er selbst. Was die Software leistet, ist die Nachweislage: geführt, vor der Freigabe auf Pflichtangaben geprüft und je Auftrag abrufbar.

FahrzeugNorm läuft auf SchweissDoku.